Archive for the ‘Nachrichten’ Category

Ab wann ist man in Deutschland rechts
Sonntag, März 10th, 2013

Es werden nun 8 Jahre, dass ich nicht mehr in Deutschland war. Wirklich abgehen tut es mir schon lange nicht mehr, aber natürlich lese ich nachwievor Nachrichten und verfolge Diskussionen. Schon über die plötzlich und anscheinend diskriminierende Bedeutung von “Zigeuner” kann ich nur den Kopf schütteln. Gibt es jetzt auf den Speisekarten Dauercamper-Schnitzel statt Zigeunerschnitzel? Aber nun gut. Doch schön langsam fällt mir gar nichts mehr ein. Nun ist die Gruppe Frei.Wild im Visier der Nazi-Verächter.

 

Und Nazi-Verächter sind wohl die wenigstens – zumindest hinter der Hand, sondern einfach nur besorgt, sio wie in anderen Ländern diese Menschen auch. Oder aber sie denken einfach nur das, was jeder denkt. Irgendwann sind es einfach zu viele Ausländer im eigenen Land. In Berlin gibt es Stadtteile, in denen man nicht mehr mit deutsch durchkommt, oder aber zumindest besser mit türkisch. Oder auch das größte Konzentrationslager, das die Welt seit Jahrzehnten mit Palästina hat. Die Vergleiche in Bezug auf die Organisation (nicht dem Ermorden der Juden!) mit dem Warschauer Ghetto hinken gewiss nicht. Israel kontrolliert von der Einfuhr über Lebensmittel, Baustoffe, Wasser, Strom usw. alles. Nur! Sagt man irgendwas dagegen, wird sofort die Nazikeule geschwungen.

 

Selbst ich war teilweise perplex, sehe ich mich doch eher links. Wenn man dann plötzlich als Nazi betitelt wird, fällt einem gar nichts mehr ein. Und anscheinend hat sich genau das herumgesprochen und wird auch bewusst ausgenutzt: bezeichne jemanden als Nazi, dann ist er unten durch und hat Sendepause. Wow, kann ich da nur sagen. Denunziantentum, wie ich es über das Dritte Reich in der Schule gelernt hatte. Und jetzt singen ein paar Südtiroler, dass sie sich ihre Brauchtümer, Sprache und Kultur erhalten wollen. Diese Sprache ist nun mal Deutsch. Und wer sich in der Geschichte etwas auskennt, weiß, dass die Südtiroler trotz anderweitiger Versprechen ungefragt an Italien angeschlossen wurden und die wiederum Italienisch als Amtsspreche einführen wollten.

 

Gut, da kommen jetzt alle und sagen, “ja aber der war doch Skinhead!” Hey, Leute, das war von 14 bis 17. Das ist ein Alter, in dem ich Springerstiefel auch cool fand. Irgendwelche politische Ambitionen hatte ich nie. Stattdessen bin ich in die Bikerszene gekommen, von der ich mich mit vielleicht 22 wieder verabschiedet hatte. Weil mir da klar wurde, dass ich kein Herdentier bin, das aus dem Fenster hüpft, wenn einer sagt, ich muss das tun. Hätte ich nun politische, musikalische oder anderweitige Ambitionen, die mich in die deutsche Öffentlichkeit rücken würden, wäre ich dann plötzlich ein Hells Angel oder Bandido??? Insbesondere, da jedem, der Frei.Wild kennt, weiß, dass es um SÜDTIROL geht.

 

Damit aber nicht genug: was wäre falsch daran, endlich mal deutschen Patritismus zu zeigen? Unsere Steuern will man ja auch andauernd, und dass sich jeder Deutsche dem Staat verpflichtet fühlt. Aber sein Heimatland lieben? Das geht ja gar nicht! Und Nazikeule raus! Das besonders Beängstigende daran: nachdem ich so viele Jahre nicht mehr in meinem Vaterland (oh, sorry, political correctness missing, Geburtsland darf ich ja nur sagen, sonst wieder Nazikeule vielleicht) war, wird mir dieses Land immer fremder. Ich warte darauf, dass man ein Nazi sein wird, wenn man zu jemandem “Ausländer” sagt. Schließlich könnte ich mir vorstellen, das das freundschaftliche Nachbarn werden oder so…

 

Ich dachte einmal, ich gehöre zu der Generation, die diesen verdammten Nazikomplex endlich ablegen könnte. Kommt mir bitte keiner, zu behaupten “politisches Erbe verpflichtet”. Da finde ich es schlimmer, welche Kriege angeblich demokratische Länder heute noch führen, dass es in solchen Ländern sogar noch die Todesstrafe gibt und dass Israel sich sein eigenen Ghetto leisten kann und die Welt zuschaut. Zeitgleich wird immer auf Moslems herumgehackt. Frage ich heute einen Westlichen (das muss noch nicht mal ein Deutscher sein), was er denkt, wenn er einen dunkelhäutigen Mann mit Turban und Vollbart sieht, der einen Gegenstand an einem Flughafen versehentlich stehen lässt. Ich wette, 9 von 10 Lesern dieses Texts denken ebenfalls sofort an einen sogenannten “Moslem-Terroristen”. Und in deutschen Medien wird ganz schockiert darüber berichtet, dass nach dem Arabischen Frühling plötzlich religiös angehauchte Parteien an die Macht kamen. Ja, haben wir denn nicht unsere christliche (pauschalieren wir das doch nur auf religiöse) Kanzlerin?

 

Diese Beschreibung eines arabisch aussehenden Mannes an einem europäischen Flughafen hat mich ebenfalls an etwas erinnert, was ich in der Schule gelernt habe im Geschichtsunterricht: dort wurde uns Anti-Juden-Propaganda aus dem Dritten Reich gezeigt. Daran hieß es, man erkenne einen Juden an der Hakennase, den dunklen Augen und dunklem Haar. Wie weit sind wir alle von diesem Rassismus tatsächlich entfernt, wenn uns die Medien seit Jahren einhämmern, wie die optische Definition eines Terroristen ist? Ich würde an dieser Stelle gerne schreiben, dass ich stolz darauf bin, ein Deutscher zu sein, alleine schon, um zu provozieren, weil es ja heute auch unangebracht ist, als Deutscher auf die Herkunft stolz zu sein.

 

Aber leider bin ich alles andere als stolz. Vielmehr bin ich schockiert, betrübt und sehr traurig, wie schnell in diesem meinem Geburtsland diese verdammte Nazikeule geschwungen wird und dadurch ein weiteres ansich hohes Gut zunichte gemacht wird, nämlich die Redefreiheit. Allen Deutschlehrern rate ich auch bald, besser Englisch oder so zu unterrichten – schließlich könnte die Liebe für die deutsche Sprache auch irgendwann als Nazitum ausgelegt werden.

Tani Kinderprojekt Kambodscha

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Thailand-Kambodscha-Tourist-Visa ab 27.12.2012
Donnerstag, Dezember 27th, 2012

Bangkok; am heutigen Mittwoch haben die beiden Außenminister von Thailand und Kambodscha vereinbart, dass die Touristen aus insgesamt 35 Ländern ab Donnerstag mit einem bilaterales Visa beide Länder besuchen können.

Mit dem ACMECS Single Visa können die Touristen aus 35 Ländern nun das Visa für beide Länder an thailändischen und kambodschanischen Botschaften und Konsulaten beantragen. Das Single Visa habe Vorteile für die Tourismus-Branche beider Länder, so der thailändische Außenminister Surapong Tovichakchaikul. Diese Aussage machte der Minister nach dem 8. Joint Commission Treffen mit seinem kambodschanischen Amtskollegen Hor Namhong. Das ACMECS Single Visa ist geplant für die weiteren Acmecs Mitgliedsländer (Mekong-Anrainerstaaten) Laos, Myanmar, Vietnam. Wenn sich das jetzige ACMECS Visa als Erfolg herausstellt, treten diese Länder dem Abkommen ebenfalls bei.

Zu den Ländern, aus denen Touristen das Visa beantragen können, gehören die folgenden Länder, die aufgrund ihres hohen Aufkommens an Touristen ausgewählt wurden: Australien, Belgien, Bahrain, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Hong Kong, Irland, Island, Israel, Italien, Indien, Japan, Kanada, (Süd-)Korea, Kuwait, Luxemburg, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Oman, Österreich, Portugal, Qatar, Schweden, Schweiz, Spanien, Südafrika, Türkei, UAE (Vereinigte Arabische Emirate), UK, USA.

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Bitte: dringende Personensuche 52 j. Österreicher!
Mittwoch, Mai 2nd, 2012

Folgende Nachricht erhielt ich auf der Kambodscha Forum Seite auf Facebook und habe sie dort und auf meiner Facebook Seite veröffentlicht:

Greta Pi Facebook: Greta Pi

Wer kann uns Auskunft über Franz Pichler 52 Jahre aus Wien geben.
Seine Familie macht sich sorgen, da er eigentlich seit März wieder in Österreich sein soll.Wie bekommt man eine Liste der Verletzten vom Busunfall???Bitte ev. Infos unter PN senden. Danke

Folgender Text wurde heute im Mitglieder Forum geschrieben und hat auf Freigabe gewartet:

Ich suche meinen Bruder Franz Pichler 52 aus Österreich. Er sollte eigentlich schon seit Ende März wieder in Österreich sein. Er ist alleine in Kambodscha unterwegs. Kann mir jemand schreiben wo man die Liste der Verletzten des Busunfalles finden kann.
Mit der Bitte um Hilfe!!!!!!lg JUPI

Alles weitere im Kambodscha Forum unter:  Bitte: dringende Personensuche 52 j. Österreicher!

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NGO Gruppen für Ausweisung begnadigter Pädophiler
Dienstag, Januar 3rd, 2012

Phnom Penh; nationale und internationale NGO-Gruppen haben eine Petition an den Innenminister Sar Kheng übermittelt, worin sie sich für die Ausweisung des pädophilen Mehrfachtäters Alexander Trofimov einsetzten. Begründet wird dies mit dem Zusatz, dass erneute Wiederholungstaten bei diesem Tätertyp gängig seien.

Wir haben die Befürchtung, dass Alexander Trofimov sich erneut an Kindern vergreifen könnte, wie er es bereits nach seiner Flucht aus Russland tat”, wird in der Petition, die von 14 unterschiedlichen NGO-Gruppen wie beispielsweise World Vision, Save the Children, Licadho und APLE (Action Pour les Enfants) unterzeichnet wurde, zitiert. Die Petition wurde dem Innenministerium am vergangenen Freitag uebergeben.

Trofimov ist auf der Gesuchtenliste von Interpol als Stanislav Molodyakov geführt, wobei dabei informiert wird, dass er sechs Mädchen im Alter von neun bis zehn Jahre in Russland vergewaltigt haben soll, ist weiter in der Petition zu lesen mit dem Zusatz, dass eine Auslieferungsbitte Russlands bisher ignoriert wurde.

Er wurde am 20. Dezember aufgrund einer königlichen Begnadigung aus dem Bezirksgefängnis in Sihanoukville entlassen, nachdem er etwas mehr als vier Jahre seiner 18 Jahre Gesamtstrafe, die wegen sexueller Übergriffe und Delikte gegen 17 Mädchen ausgesprochen wurde. Vor seiner Inhaftierung hatte Trofimov eine 300 Millionen US-Dollar in Sihanoukville gestartet, wonach das Snake Island in ein Luxus-Resort gestaltet werden sollte, inklusive einer Brücke, welche die Insel mit Sihanoukville verbindet.

Trofimov scheint außerdem eine bevorzugte Behandlung erfahren zu haben, welche eine Konsolidierung seiner Strafe, Verwahrung in einer besonders komfortablen Zelle, zeitweisen Freigang aus dem Gefängnis sowie eine für jedes abgesessene Jahr garantierte Reduzierung des Strafmaßes beinhaltete”, heißt es weiter in der Petition.

Zwei weitere Pädophile wurden aufgrund einer königlichen Begnadigung letzten Monat entlassen. Der Deutsche Alexander Watrin, welcher wegen sexueller Delikte gegen vier Jungen verurteilt war, wurde am 20. Dezember aus dem Gefängnis in Sihanoukville entlassen; drei Tage später dann ebenso der holländische Staatsbürger Rene Paul Martin Aubel, der wegen sexueller Verbrechen gegen sechs Jungen verurteilt war, aus dem Preah Sar Gefängnis.

Trofimov wird aufgrund der Vielzahl seiner Opfer sowie des scheinbaren Unwillens der kambodschanischen Behörden, ihn weiter zur Rechenschaft zu ziehen, als der gefährlichste der drei Straftäter bezeichnet. Zwischen 2004 und bis zu seiner Verhaftung 2007 “köderte und erschlich er sich sowie ließ sich durch “Agenten” mindestens 21 minderjährige Mädchen zukommen”, so in der Petition.

Ihm zu gestatten, sich frei im Land bewegen zu können, bedeutet für die Opfer und deren Familien ein Leben in einer hoch traumatisierten Situation, wo es ihnen unmöglich ist, die gegen sie begangenen Verbrechen zu bewältigen”, heißt es weiter. Der Sprecher des Innenministeriums, Khieu Sopheak, sagte gestern, er habe nichts von einer solchen Petition gehört. Die Petition wird morgen (Dienstag, 04.01.2012) in der Phnom Penh Post veröffentlicht.

NGO Gruppen für Ausweisung begnadigter Pädophiler

NGO Gruppen für Ausweisung begnadigter Pädophiler

Natürlich kann das Thema auch im Kambodscha Forum diskutiert werden:  NGO Gruppen für Ausweisung begnadigter Pädophiler

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Sozius-Helmpflicht in Kambodscha in Sicht
Montag, Januar 2nd, 2012

Phnom Penh; Regierungsmitglieder sowie Repräsentanten von zivilen Gesellschaften haben ihre Bereitschaft ausgesprochen, eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes zu unterstützen, um so die Verkehrsicherheit zu erhöhen. Demnach benötigen nach der Gesetzesänderung auch Mitfahrer einen Helm und die Strafen für Fahrer ohne Helm würden drastisch ansteigen.

Der Leiter des Ministeriums für Öffentlichkeitsarbeit und des Verkehrsamts, Preap Chanvibol, teilte am letzten Dienstag in einer Pressekonferenz mit, dass das neue Gesetz zehn zusätzliche Artikel beinhalten würde, mit der Absicht, die Zahl der Verkehrsunfälle und der Verkehrsopfer zu reduzieren. Eine dieser Änderungen wäre die Erhöhung des Bußgeldes bei Nichttragen eines Helms für den Fahrer um das Fünffache von bisher 3.500 Riel (0,75 US-$).

Wir hoffen, dass, wenn das neue Gesetz durch ist, die Zahl der Unfälle und Verkehrstoten zurückgehen wird”. Der Gesetzesentwurf muss noch im Innen-, Justiz-, Finanzministerium sowie im Ministerium für Öffentlichkeitsarbeit und Transport, diskutiert werden, führte Preap Chanvibol weiter aus, obwohl er keine zeitlichen Pläne für diese Diskussionen nannte. Lim Sokchea, ausführender Leiter des Verbandes für Straßensicherheit, sagte, die geplanten Änderungen seien ein positiver Schritt durch die Regierung vorwärts, um Straßenunfälle zu reduzieren.

zukünftige Helmpflicht für Moped-Mitfahrer in Sicht

zukünftige Helmpflicht für Moped-Mitfahrer in Sicht

Natürlich kann der Artikel im Kambodscha Forum diskutiert werden: Sozius Helmpflicht in Kambodscha in Sicht

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Grenze Mae Sot – Myawaddy (Thailand-Myanmar) wieder offen
Dienstag, Dezember 27th, 2011

Eigentlich wollte ich es schon viel eher posten, hatte es dann aber leider wieder vergessen: nach über einem Jahr ist endlich der internationale Grenzübergang von Mae Sot nach Myawaddy, also von Thailand nach Myanmar, wieder offen. Zuerst hieß es, dass das nur für Dezember so sei. Da ich zwischenzeitlich aber bereits selbst nach Myawaddy musste (Visarun), hatte ich auch mal die burmesischen Grenzer gefragt, und die meinten, die Grenze bliebe offen. Natürlich ist das jetzt alles andere als eine Gewähr. Deshalb solltet Ihr die Lage nach wie vor im Auge behalten, wenn Ihr diese Grenze für einen Besuch von Burma bzw. Myawaddy einplant.

Das ganze macht dabei eh irgendwie den Eindruck eines “Geschenkes and Thailand”, denn die Grenze ist seit 5. Dezember wieder offen, was auch der Geburtstag des thailändischen Königs ist. Laut einem thailändischen Bekannten, der hier Polizist ist, lohnt sich die offene Grenze aber schon wieder. Denn die Polizei fängt jetzt wieder wesentlich mehr Illegale ein. Die haben dann die Wahl, ins Gefängnis zu gehen oder eine entsprechende Strafe zu zahlen. Zwar sagen die meisten selbstverständlich, dass sie kein Geld hätten, wenn es dann mit dem Knast aber ernst wird, haben sie das Geld plötzlich :D

Und in Thailand funktioniert das Eintreiben von Strafen und Bußgeldern etwas anders als in Europa: hier sind alle Polizisten ihrer Hierarchie entsprechend an den Bußgeldern “beteiligt” ganz offiziell. Obwohl ich direkt hier an der Grenze wohne, musste ich während der Schließung ungefähr 600 km einfach zur nächsten internationalen Grenze reisen, um meinen Visarun zu machen alle paar Monate. Das gestaltet sich jetzt schon wesentlich angenehmer. Vor allem, weil ich darauf verzichtet habe, noch ein weiteres Visa für Thailand zu machen, weil ich ja in ein paar Wochen nach Kambodscha ziehe. Und so muss ich derzeit alle zwei Wochen das Land verlassen.

 

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Kambodscha News: PM Hun Sen eröffnet Wasserkraftwerk in der Provinz Kampot
Donnerstag, Dezember 8th, 2011

Kampot; Premier Minister Hun Sen hat gestern die Tore zum ersten, größeren Damm und Wasserkraftwerk im Königreich geöffnet, das 193,2 Megawatt-Projekt Kamchay in der Provinz Kampot, das zum Ziel hat, die Energieknappheit in Kambodscha einzudämmen.

Die Strompreise in Kambodscha gehören zu den höchsten in ganz Asien, so offizielle Sprecher und Experten. Als Resultat des neuen Wasserkraftwerks erhofft man sich eine Erholung und Stabilisierung der hohen Energiekosten, welche auch viele ausländische Investoren abschrecken. Dabei ist es eines von einer ganzen Reihe von Energieprojekten in Kambodscha.

“Wir hatten viele Jahre Schwierigkeiten mit Energie. Falls die OPEC die Preise für Kraftstoffe anhebt, wird uns die Kinnlade herunterfallen”, sagte Hun Sen gestern vor Regierungsmitgliedern Investoren und Dutzenden von Angestellten von Sinohydro Corporation, dem chinesischen Unternehmen, welches den Damm gebaut hat.

“Es gibt keine Stabilität. Das ist der Grund, weshalb wir in einigen Landesteilen Strom aus Wasserkraft gewinnen müssen”, führte er weiter aus. Der Premier Minister hat China gebeten, Kambodscha 50 Millionen US-$ pro Jahr für Stromprojekte zu leihen. Mit einem anhaltendem Investment könnte Kambodscha im eigenen Land jährlich rund 10.000 Megawatt Strom produzieren, gab er weiter zu verstehen, ohne dabei aber einen Zeitrahmen zur Realisierung dieser Kapazitäten zu nennen.

Kambodschas aktuelle, jährliche Stromgewinnungskapazitäten liegen bei 500 Megawatt, so Toch Sovanna, ein Bereichsleiter des Ministeriums für Industrie, Minen und Energie. Er führte weiter an, dass innerhalb der nächsten 14 Jahre der Strombedarf in Kambodscha 3.000 Megawatt erreichen würde. Der Kamchay Damm, ein 280 Million US-$ Projekt vom chinesischen Unternehmen Sinohydro Corporation, wird die Stromerzeugung um 40 Prozent erhöhen. Im März wird der Damm dann Strom produzieren.

Aktuell kauft Kambodscha 42 Prozent seines Strombedarfs von seinen Nachbarländern Thailand, Laos und Vietnam, berichtete die Phnom Penh Post letzten Monat. Hun Sen wird weiter zitiert, dass die Stromkäufe und die damit verbundenen, hohen Kosten die Wettbewerbsfähigkeit von Kambodscha in der herstellenden Industrie einschränken.

“Es ist das selbe Produkt, allerdings sind unsere Produkte teurer und das schränkt unsere Wettbewerbsfähigkeit ein”, sagte er, während er die in Kambodscha hergestellten Produkte mit denen der Nachbarländer verglich. Laut Faisal Ahmed, einem Repräsentanten des Internationalen Anlagefonds Kambodscha, kann der Anstieg von Stromerzeugung beiden Wirtschaftszweigen – der Landwirtschaft als auch der herstellenden Industrie – zum Wachstum verhelfen.

“Preiswerterer Strom erhöht auch die Wettbewerbsfähigkeit und lockt auch weitere Investoren”, sagte er. “Es kann Kambodscha beim Neuabgleich der Produktionsstrukturen in Asien helfen”. Hun Sen gab weiter zu verstehen, dass bis 2015 vier weitere Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 772 Megawatt im Land in Betrieb gehen werden.

“Geringere Wasserstände während der Trockenzeit werden jedoch die Kapazitäten von Kraftwerken wie dem Kamchay Damm beeinträchtigen, was einen zusätzlichen Bedarf an Kohlekraftwerken bedeutet”, erklärte er weiter. Laut dem Premier Minister wird deshalb 2014 ein 270 Megawatt Kohlekraftwerk in Sihanoukville ans Netz gehen.

Die chinesische Erdos Hongjun Investment Gruppe sowie ein lokales Unternehmen wollen fast 400 Millionen US-$ in das Kohlekraftwerk-Projekt in Sihanoukville investieren, wie es einem Dokument der Ordos Stadt-Reform- und Entwicklungskommission aus China zu entnehmen ist. Zwei weitere Kohlekraftwerke mit einer gesamten Kapazität von 253 Megawatt werden 2016 eröffnet werden, fügte dem Hun Sen zu.

Sinohydro wird für die vorhersehbare Zukunft ein Investor in Kambodscha bleiben, erklärte der kambodschanische Geschäftsleiter des Unternehmens, Shu Jian, gestern per Telefon. “Wir werden unsere Zusammenarbeit mit der kambodschanischen Regierung fortsetzen. Aktuell erörtern wir mit dem mit dem Wirtschafts- und Finanzministerium die Machbarkeit von verschiedenen Bewässerungsprojekten”, erklärte Shu weiter.

Er fügte außerdem hinzu, dass Sinohydro aktuell im Nordwesten Kambodschas an einem Bewässerungsprojekt arbeitet. Die Zusammenarbeit am Kamchay Damm wird 40 Jahre lang dauern, bevor das Unternehmen die Kontrolle vollends an die kambodschanische Regierung übergibt. Eine Brücke bei Sihanoukville, die das chinesische Unternehmen gebaut hat, wurde Ende Juni eröffnet.

Der Kamchay Damm wurde von Umweltgruppen stark kritisiert, da er einen Einschnitt für den Lebensstandard der betroffenen Bevölkerung in dem Gebiet bedeute. Dem setzte Hun Sen entgegen, dass der erzeugte Strom vom Kamchay Kraftwerk für 0,24 US-$ pro Kilowatt verkauft werden würde. Dies sei 0,04 US-$ günstiger als der aktuelle, landesweite Durchschnitt, erklärte er weiter. Der Strom wird den Gebieten Kampot, Kep, Takeo und Sihanoukville zugute kommen.

Selbstverständlich kann der Artikel auch im Kambodscha Forum diskutiert werden: Premierminister Hun Sen eröffnet Wasserkraftwerk in der Provinz Kampot

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