Archive for the ‘Kambodscha Nachrichten’ Category

Sihanoukville hat endlich einen richtigen Tierarzt
Montag, März 11th, 2013

Man will es kaum glauben. Endlich gibt es in Sihanoukville ebenfalls einen ordentlichen Tierarzt. Das ist gut so, denn viele hatten mit den lokalen und so wie ich es sehe meist selbsternannten Veterinärs schwer, einschließlich mir selbst.

Ich war inzwischen dort, Bekannte ebenfalls. Die waren nicht weniger begeistert als ich. Und die Preise sind absolut niedrig.

Hier die Wegbeschreibung:

Richtung Victory Hill oder vom Hill vor an die Ampel und dort runter Richtung Snake House (für die, die das nicht wissen: von Downtown kommend an der Ampelkreuzung unmittelbar vorm Victory Hill links den Berg runter). Nach dem Snake House (nicht zu übersehen auf der linken Seite) geht links eine Straße Richtung Independence Hotel rein. Der folgen. Um den Neubaukomplex den Bogen herum fahren weiter Richtung Independence Beach und Hotel.

An der Außenseite dieses großen Gebäudekomplexes rein fahren bis fast ganz nach hinten. Der 5. oder 6. Eingang ist der Tierarzt. Er hat zwar Sprechzeiten, dennoch muss vorher telefonisch ein Termin vereinbart werden.

 

Hier die Adresse:

Aber wie gesagt, vorab einen Termin ausmachen:

098-215104 Russisch und Englisch
086-800055 Khmer und Englisch

Veterinary Clinic
Happy Pets
Emario-Beach-Resort St Pee Thneu, Sangkat 3, Khan Mitthapeab, L11-5

Reguläre Öffnungszeiten bzw. Sprechstunden: täglich von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr, außerdem 24-Std-Notdienst bei Anruf.

 

 

 

 

 

 

 

 

Tani Kinderprojekt Kambodscha

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Thailand-Kambodscha-Tourist-Visa ab 27.12.2012
Donnerstag, Dezember 27th, 2012

Bangkok; am heutigen Mittwoch haben die beiden Außenminister von Thailand und Kambodscha vereinbart, dass die Touristen aus insgesamt 35 Ländern ab Donnerstag mit einem bilaterales Visa beide Länder besuchen können.

Mit dem ACMECS Single Visa können die Touristen aus 35 Ländern nun das Visa für beide Länder an thailändischen und kambodschanischen Botschaften und Konsulaten beantragen. Das Single Visa habe Vorteile für die Tourismus-Branche beider Länder, so der thailändische Außenminister Surapong Tovichakchaikul. Diese Aussage machte der Minister nach dem 8. Joint Commission Treffen mit seinem kambodschanischen Amtskollegen Hor Namhong. Das ACMECS Single Visa ist geplant für die weiteren Acmecs Mitgliedsländer (Mekong-Anrainerstaaten) Laos, Myanmar, Vietnam. Wenn sich das jetzige ACMECS Visa als Erfolg herausstellt, treten diese Länder dem Abkommen ebenfalls bei.

Zu den Ländern, aus denen Touristen das Visa beantragen können, gehören die folgenden Länder, die aufgrund ihres hohen Aufkommens an Touristen ausgewählt wurden: Australien, Belgien, Bahrain, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Hong Kong, Irland, Island, Israel, Italien, Indien, Japan, Kanada, (Süd-)Korea, Kuwait, Luxemburg, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Oman, Österreich, Portugal, Qatar, Schweden, Schweiz, Spanien, Südafrika, Türkei, UAE (Vereinigte Arabische Emirate), UK, USA.

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Pattaya: Khmer-Bande verstümmelt Kinder
Dienstag, September 4th, 2012

Pattaya, Thailand, März 2012; ein Nachrichten-Journalist wurde in Pattaya von einem Sozialarbeitet darüber informiert, dass dieser Kontakt zu einem 7 Jahre alten, kambodschanischen Jungen hat. Dieses Kind wurde verstümmelt: seine Zunge wurde ihm herausgeschnitten und am Hals finden sich primitive Operationsnarben, die vermuten lassen, dass dem Kind auch der Kehlkopf enrfernt wurde. Der Junge wurde in Gewahrsam genommen als er beim Herumstreunern und Betteln im Raum Pattaya erwischt wurde.

Die Polizeibeamten brachten den Jungen letztes Jahr zu der Sozialeinrichtung für Kinder. Der Junge war immer panisch und angespannt und konnte zudem nicht sprechen. Beamte der nationalen Einrichtung zur Vorsorge gegen und Zerschlagung von Menschenhandel befragten das Kind.

Es ist eine tragische Geschichte

Er war in Kambodscha ein ganz normaler Junge gewesen. Als er dann aber nach Thailand kam, war er plötzlich stumm. Mit Angst in den Augen deutet er auf seine herausgeschnittene Zunge. An seinem Hals finden sich fingergrosse Spuren einer Operationsnarbe. Die Beamten glauben daher, dass ihm auch der Kehlkopf entfernt wurde.

Der Junge gab zu verstehen, dass es noch mehr Kinder in seinem Alter gebe, die ebenfalls dazu gewzungen wurden, als Bettler zu arbeiten. Sie alle haben Verstümmelungen wie fehlende Arme oder Beine. Die Banden entführen die Kinder, scheiden ihnen Zunge, Arme oder Beine ab, um sie einerseits gefügiger und besser kontrollierbar zu machen und andererseits, weil sie als Krüppel mehr Mitleid erwecken und besser betteln können.

Die Polizei hat Kräfte mobilisiert, um diese Bande festzunehmen

Santi Prompat, der Minister für Sozialförderung und menschliche Sicherung ist nach Hanoi, Vietnam, zu einem Ministertreffen der Mekong-Staaten unterwegs gewesen. Das 3. COMMIT Treffen dient zur Vorbeugung gegen Menschenhandel mit Ministern aus Kambodscha, China, Burma, Thailand und Vietnam und fand Mitte Februar statt.

Prompat hat die geschichte des kambodschanischen Bettler-Kindes vorgetragen als ein Opfer des Menschehandels. Er drängte die betroffenen Minister, umgehend etwas gegen dieses Problem zu unternehmen.

Der Artikel kann auch im Kambodscha Forum diskutiert werden: Thema im Forum

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Sihanoukville: Tod beim Baden im Meer
Donnerstag, Juni 14th, 2012

Sihanoukville, Kambodscha; jedes Jahr nach Beginn der Regenzeit ziehen heftige Stürme über die Philippinen. Die sonst sehr ruhige See entlang der kambodschanischen Küste am Golf von Siam, einem Teilmeer des Südchinesischen Meeres, erlebt dann zum Teil sehr hohe Wellen bis zu drei Meter. Gerade wenn die See so aufgewühlt ist, treibt es einige Kambodschaner immer wieder ins Wasser, sodass bei nahezu jedem hohen Seegang Todesopfer durch Ertrinken zu beklagen sind. So auch am Sastag, 9. Juni.

Laut Aussagen von Strandbesuchern hatte es am letzten Samstag am Occheuteal Strand wieder rund zwei Meter hohe Wellen. Ein 17-jähriges Mädchen konnte dem nicht wiederstehen und ging zum Baden ins Wasser. So wie es aussieht, wurde sie wohl durch die dann entstehende, starke Unterströmung, wenn es das Wasser ins Meer zurückzieht, ins offene Meer hinausgezogen. Und wie die meisten Khmers, die unter diesen Umständen ins Wasser gehen, konnte das Mädchen wahrscheinlich gar nicht schwimmen.

Zunächst wurde das Mädchen vermisst, bevor der leblose Körper am darauffolgenden Sonntag wieder an Land gespült wurde. Zwar – wie immer bei solchen Ereignissen – waren sehr viele Schaulustige und darunter auch Tuktukfahrer anwesend, doch keiner dieser Tuktukfahrer wollte sich bereit erklären, den in Matten eingewickelten Leichnam in die Pagode zu überführen, da dies angeblich Unglück bringen würde. Später erbarmte sich dann ein Mopedfahrer, der den eingewickelten Leichnam der jungen Frau mithilfe seines Sozius zum Tempel brachte.

Rund 5 bis 10 Mal pro jahr erlebt Sihanoukville durch die Stürme bei den Philippinen einen außergewöhnlich hohen Seegang. Und wie jedes Jahr gibt es dann besonders an den Wochenenden mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit immer wieder Todesfälle durch Ertrinken. Dann sind vor allem aus der Hauptstadt Phnom Penh sehr viele Kambodschaner zum Kurzurlaub oder Familienbesuch in der Küstenstadt. Und immer wieder wagen sich relativ viele Einheimische in die aufgewühlte See, obwohl die meisten Khmers entweder gar nicht oder nur sehr unzureichend schwimmen können.

Aber selbst ausländische Touristen unterschätzen die See. Des öfteren ist zu beobachten, wie sie ihre Kinder direkt am Wasser mehr oder weniger gut beaufsichtigt schwimmen lassen. Darauf in der Vergangenheit angesprochen meinten einige, sie hätten ihren Nachwuchs doch von der Bar aus, also rund 10 Meter vom Wasser entfernt, gut im Sichtfeld. Dass man gar nicht so schnell reagieren kann und auch die große Kraft des Wassers unterschätzen viele dieser Urlauber in höchstem Maße.

Natürlich kann das Thema auch im Kambodscha Forum diskutiert werden: Sihanoukville – Tod am Strand

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Kambodscha und das Müll-Problem
Donnerstag, April 19th, 2012

Phnom Penh; falls Sie um das Freiheitsmonument herum in Phnom Penh unterwegs sind, wird Ihnen ein großes Schild auffallen, auf dem steht “Phnom Penh ist eine reizvolle Stadt”. Es sol dazu dienen, die Attraktivität der Hauptstadt bei ausländischen Touristen zu verstärken.

Was ich jedoch feststellen muss, ist, dass einige Kambodschaner diesen Slogan abwerten, indem sie einen Müllplatz aus der Stadt machen. Sie mögen jetzt vielleicht denken, Müll auf die Straße zu werfen, sei allgemein so üblich in Kambodscha. Sie sollten aber auch wissen, dass die Sauberkeit einer Stadt von jedem Einzelnen abhängt.

Eine der augenscheinlichsten Verhaltensweisen von einigen Kambodschanern ist die schlechte Angewohnheit, Abfall nicht in den Mülleimer zu werfen. Haben Sie den Vorsatz, Ihren Müll in Ihrer Hosentasche zu verstauen, bis Sie einen Mülleimer finden? Ich denke, diesbezüglich gibt es nicht viele Menschen, aber es ist dennoch ein gutes Beispiel, wie man dazu beitragen kann, die eigene Stadt sauber zu halten.

Müll aus dem Autofenster oder von anderen Fortbewegungsmitteln zu werfen, ist eine weitere Unsitte, die ich feststelle. Es passiert nicht allzu oft in der Stadt, dafür aber auf allen Straßen in die anderen Provinzen. Einige werfen sogar große Gegenstände wie Kokosnüsse aus dem Fenster. Im schlimmsten Fall könnte das einen schweren Verkehrsunfall verursachen. Die Leute sollten beginnen, ihren Müll im Auto zu behalten, bis sie zum nächsten Mülleimer kommen.

Ein weiteres, schlechtes Beispiel ist das auf die Straße werfen von Zigarettenstumpen. Die Leute haben diese Angewohnheit, weil sie nicht über die Auswirkungen auf ihre Umwelt nachdenken, ebenso wenig wie über das Risiko von Verkehrsunfällen und Bränden. Eine andere, weit verbreitete Angewohnheit ist das Spucken auf die Straße. Einige spucken und “blasen ihre Nase durch” wo immer sie auch gerade sind, ohne über die anderen Menschen um sich herum nachzudenken.

Das sind wirklich schlechte Angewohnheiten, die Besucher unserer Stadt sofort mitbekommen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand von uns will, dass unsere Stadt ein solch schlechtes Ansehen erfährt. Ich stelle auch fest, dass die aktuellen Kampagnen in den Medien, wie beispielsweise wegen Müll wegwerfens, Zigaretten auf den Boden werfen und dem Spucken, keine Wirkung zeigen. Es sollte viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, die Leute von diesen schlechten Angewohnheiten abzubringen.

Im Mai 2010 hat die Stadtverwaltung in Phnom Penh Strafen festgelegt, falls jemand Müll auf öffentlichen Plätzen wegwirft. Allerdings muss ich feststellen, dass dies nicht durchgesetzt wird. Ich würde der Stadtverwaltung auch empfehlen, überall, wo es notwendig ist, Abfalleimer aufzustellen, um es den Leuten zu vereinfachen, ihren Müll zu entsorgen.

Premier Minister Hun Sen hat im September 2010 an Touristen und im allgemeinen an die Öffentlichkeit appelliert, mit dem achtlosen Wegwerfen von Abfall in den Straßen aufzuhören, weil es unter anderem auch die Abflüsse verstopft und zu Flutwasser nach schweren Regenfällen führen kann.

Dieser Aufruf wurde während einer Feier zum Start der zweiten Bauphase eines 30 Millionen US-$ Projekts zur Flutvorsorge, gesponsert von Japan, gemacht. “Falls die Menschen ihren Müll in Plastiktüten und diese dann in Abfalleimer werfen, werden sie selbst davon profitieren, nicht der Gouverneur von Phnom Penh, Kep Chuktema, weil sie ihre eigene Stadt sauberhalten”, sagte er damals.

Darauf bezugnehmend sagte Mi Bolyvann, 21, ein Student im dritten Semester an der Universität für Gesundheit und Wissenschaft “Ich sehe das Spucken und Müll wegwerfen auf der Straße und ich bin nicht glücklich darüber, weil es nicht nur mich, sondern auch andere Kambodschaner, Touristen und die Umwelt betrifft”. Außerdem würde es viele internationale Touristen davon abhalten das Land zu besuchen und dass es auch dem weltweiten Ansehen Kambodschas schaden würde.

 

Kambodscha hat ein großes Problem mit dem Müll

 

Quelle

Selbstverständlich kann der Beitrag auch im Kambodscha Forum diskutiert werden: Kambodscha und der Müll

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Kambodscha Polizeibericht, 14. Februar 2012
Donnerstag, Februar 16th, 2012

Des Mordes verdächtigte Prostituierte

Phnom Penh; die Leiche einer 54 Jahre alte Frau wurde am Montag im Hauptstadtbezirk Tuol Kork gefunden. Nach Polizeiangaben hat der 60 Jahre alte Ehemann seine Frau tot in ihrem Blut liegend aufgefunden. Auf das Opfer, eine Café-Shop Besitzerin, wurde mehrmals mit einem Hackbeil auf Kopf und andere Körperteile eingeschlagen. Eine 35 Jahre alte Prostituierte, welche mit dem Opfer zusammen war, ist ebenfalls verschwunden. Die Polizei vermutet, dass die 35-Jährige an dem Mord beteiligt war und dass Rache und Raub das Motiv waren.

Frau durch selbst zusammengebautem Traktor ums Leben gekommen

Banteay Meanchey Provinz; eine Frau, 52, starb am Freitag, nachdem sie im Distrikt Svay Chek von ihrem Traktor überrollt wurde. Die Polizei gab an, dass die Frau mit ihrem 55 Jahren altem Ehemann auf einem unebenen Waldweg unterwegs war, als die Frau plötzlich von dem Behelfsfahrzeug fiel, davon überfahren wurde und dabei schwere Verletzungen erlitt. Sie verstarb noch am selben Tag und hinterlässt fünf Kinder.

Diebespaar attackiert Pärchen und entwendet Moped

Phnom Penh; am Dienstag wurde ein ein vietnamesisches Paar im Bezirk Dangkor in der Hauptstadt Phnom Penh von zwei Männern angegriffen. Nach Polizeiangaben war das Pärchen, ein 39 Jahre alter Schmied sowie seine Frau, 30, auf ihrem Moped unterwegs nach Hause, als die beiden Männer die Straße mit einem anderen Moped blockierten und anschließend mit Walkie-Talkies auf sie einschlugen. Anschließend flüchteten sie auf dem Moped der Opfer, welche verletzt in das nächste Krankenhaus geschickt wurden.

Brüder überlisten 2 Männer und stehlen Moped

Ratanakkiri Provinz, Stung Treng Provinz; im Bezirk Sesan in der Provinz Stung Treng hat die Polizei zwei Brüder, 28 und 34 Jahre alt, festgenommen, nachdem sie verdächtigt werden, am Freitag ein Moped in der Provinz Ratanakkiri gestohlen zu haben. Die Polizei aus Ratanakkiri erklärte, die beiden Verdächtigen boten den beiden Opfern, Männern der ethnischen Gruppe der Kreng im Alter von 15 und 22, an, ihnen bei der Arbeitssuche behilflich zu sein. An einem ruhigen Platz eigneten sie sich das Moped der Opfer an und flüchteten. Die Polizei in Stung Treng konnte die Verdächtigen festnehmen, das Moped und sowie ein Handy sicherstellen und an die Polizei in Ratanakkiri überstellen.

Betrunkener festgenommen, nachdem er Verkehrspolizisten getreten hatte

Siem Reap Provinz; in der Stadt Siem Reap wurde am Sonntag ein betrunkener Mopedfahrer, 45, festgenommen, nachdem er vermeintlich einen Verkehrspolizisten getreten hatte. Die Behörden gab an, der Mann fuhr betrunken auf einem Moped, als er vor einem Überwachungspunkt der Verkehrspolizei angehalten wurde. Er konnte einen der Beamten treten und zunächst fliehen. Die Verkehrspolizei konnte den Mann später festnehmen, er gestand seine Tat und entschuldigte sich bei dem Polizisten.

Das Thema kann auch im Kambodscha Forum diskutiert werden: Polizeibericht 14. Februar 2012

Quelle: Kambodscha Forum

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NGO Gruppen für Ausweisung begnadigter Pädophiler
Dienstag, Januar 3rd, 2012

Phnom Penh; nationale und internationale NGO-Gruppen haben eine Petition an den Innenminister Sar Kheng übermittelt, worin sie sich für die Ausweisung des pädophilen Mehrfachtäters Alexander Trofimov einsetzten. Begründet wird dies mit dem Zusatz, dass erneute Wiederholungstaten bei diesem Tätertyp gängig seien.

Wir haben die Befürchtung, dass Alexander Trofimov sich erneut an Kindern vergreifen könnte, wie er es bereits nach seiner Flucht aus Russland tat”, wird in der Petition, die von 14 unterschiedlichen NGO-Gruppen wie beispielsweise World Vision, Save the Children, Licadho und APLE (Action Pour les Enfants) unterzeichnet wurde, zitiert. Die Petition wurde dem Innenministerium am vergangenen Freitag uebergeben.

Trofimov ist auf der Gesuchtenliste von Interpol als Stanislav Molodyakov geführt, wobei dabei informiert wird, dass er sechs Mädchen im Alter von neun bis zehn Jahre in Russland vergewaltigt haben soll, ist weiter in der Petition zu lesen mit dem Zusatz, dass eine Auslieferungsbitte Russlands bisher ignoriert wurde.

Er wurde am 20. Dezember aufgrund einer königlichen Begnadigung aus dem Bezirksgefängnis in Sihanoukville entlassen, nachdem er etwas mehr als vier Jahre seiner 18 Jahre Gesamtstrafe, die wegen sexueller Übergriffe und Delikte gegen 17 Mädchen ausgesprochen wurde. Vor seiner Inhaftierung hatte Trofimov eine 300 Millionen US-Dollar in Sihanoukville gestartet, wonach das Snake Island in ein Luxus-Resort gestaltet werden sollte, inklusive einer Brücke, welche die Insel mit Sihanoukville verbindet.

Trofimov scheint außerdem eine bevorzugte Behandlung erfahren zu haben, welche eine Konsolidierung seiner Strafe, Verwahrung in einer besonders komfortablen Zelle, zeitweisen Freigang aus dem Gefängnis sowie eine für jedes abgesessene Jahr garantierte Reduzierung des Strafmaßes beinhaltete”, heißt es weiter in der Petition.

Zwei weitere Pädophile wurden aufgrund einer königlichen Begnadigung letzten Monat entlassen. Der Deutsche Alexander Watrin, welcher wegen sexueller Delikte gegen vier Jungen verurteilt war, wurde am 20. Dezember aus dem Gefängnis in Sihanoukville entlassen; drei Tage später dann ebenso der holländische Staatsbürger Rene Paul Martin Aubel, der wegen sexueller Verbrechen gegen sechs Jungen verurteilt war, aus dem Preah Sar Gefängnis.

Trofimov wird aufgrund der Vielzahl seiner Opfer sowie des scheinbaren Unwillens der kambodschanischen Behörden, ihn weiter zur Rechenschaft zu ziehen, als der gefährlichste der drei Straftäter bezeichnet. Zwischen 2004 und bis zu seiner Verhaftung 2007 “köderte und erschlich er sich sowie ließ sich durch “Agenten” mindestens 21 minderjährige Mädchen zukommen”, so in der Petition.

Ihm zu gestatten, sich frei im Land bewegen zu können, bedeutet für die Opfer und deren Familien ein Leben in einer hoch traumatisierten Situation, wo es ihnen unmöglich ist, die gegen sie begangenen Verbrechen zu bewältigen”, heißt es weiter. Der Sprecher des Innenministeriums, Khieu Sopheak, sagte gestern, er habe nichts von einer solchen Petition gehört. Die Petition wird morgen (Dienstag, 04.01.2012) in der Phnom Penh Post veröffentlicht.

NGO Gruppen für Ausweisung begnadigter Pädophiler

NGO Gruppen für Ausweisung begnadigter Pädophiler

Natürlich kann das Thema auch im Kambodscha Forum diskutiert werden:  NGO Gruppen für Ausweisung begnadigter Pädophiler

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