In Kambodscha normalisiert sich die Lage mittlerweile. Dennoch werden die kommenden Monate anders sein als in den Jahren zuvor. Denn die langfristigen Auswirkungen sind immens. So wurden bspw. sehr viele Reisfelder zerstört und es fallen Großteile der Reisernte aus. Mit anderen Worten, viele Menschen werden erhebliche Schwierigkeiten haben, gut über die Runden zu kommen in den nächsten Monaten. Außerdem hat sich die Dengue Fieber Saison (Dengue ist ähnlich zu Malaria) durch die vielen stehenden Gewässer verlängert (wie Malaria wird auch Dengue über Moskitos übertragen und die hatten mit den Fluten nun mal einen guten Nährboden).
Ganz anders sieht die Situation dagegen derzeit noch in Thailand aus. Dort bahnen sich die Wassermassen derzeit ihren Weg durch die Millionen-Metropole Bangkok. Da die Flut im Norden Thailands seinen Ausgangspunkt hatte, sind die Flutwellen in den letzten Wochen langsam Richtung Süden und somit Richtung Bangkok geschwappt und haben dabei auch große Zerstörungen hinterlassen.
Doch im Gegensatz zu Kambodscha ist das landwirtschaftliche Ausmaß dieser Naturkatastrophe leichter kompensierbar, da von den Fluten “nur” rund ein Drittel des Landes betroffen war. Dafür ist aber Thailand mittlerweile ein Land, in dem viel Industrie ansässig ist. Und viele Betriebe, darunter auch Daimler-Benz und Honda, mussten wegen der Überflutungen vorübergehend ihre Standorte schließen. Teils, weil sie direkt betroffen waren, teils als Vorsichtsmaßnahme.
Somit wird die auch in Thailand seit Jahrzehnten größte Flut noch länger ihre Auswirkungen zeigen. Nur hier eben verstärkt im Wirtschaftssektor. Dazu auch nachfolgend eine kurze Zusammenfassung von Euronews:
Natürlich kann der Artikel auch im Kambodscha Forum diskutiert werden: Die Flut in Thailand und die Wirtschaft

Premier Ministerin Yingluck Shinawatra beim Informieren zur aktuellen Lage in Bangkok


