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 Betreff des Beitrags: Gerichte, die man in Kambodscha probiert haben sollte
BeitragVerfasst: Do 24. Jul 2008, 05:31 
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Registriert: Do 17. Apr 2008, 19:40
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Wohnort: Mae Sot, Thailand (noch)
Ich persoenlich bevorzuge zwar eher die thailaendische Kueche, da sie meines Erachtens vielfaeltiger und vor allem schaerfer ist, allerdings hat auch Kambodscha kulinarisch einiges zu bieten. Zwar gibt es auch viele gemeinsame Gerichte wie bspw. Curries in Thailand und Kambodscha, allerdings unterscheiden die sich stark vom Geschmack.

Zum einen sind Chillies nicht ganz so wichtig wie z.B. in Thailand. Stattdessen verwendet ma hier viel frischen Pfeffer. Kambodscha verfuegt ueber Pfeffer-Anbaugebiete, die weltweit unter Feinschmeckern bekannt sind, da der kambodsch. Pfeffer sehr gut ist. Ausserdem ist auch Fischsauce (in Thailand Nam Bla) kein wichtiger Bestandteile der Kueche, waehrend Fischsauce in nahezu allen thailaendischen und vietnamesischen einer der wichtigsten Bestandteile ist. Stattdessen verwendet man hier hauptsaechlich Sojasaucen (welche im Geschmack Maggi aehneln).

Folgende Einfluesse findet man: siamesisch, franzoesisch und vietnamesisch. Uebrigens kann man in Kambodscha auch ausgezeichnet vietnamesisch Essen, da viele Vietnamesen hier sind. Von den Franzosen hat man das Weissbrot uebernommen. Eigentlich ueberall bekommt man die kleinen Weissbrotstangen

Waere schoen, wenn hier eine ausfuehrliche Liste ueber Khmer Gerichte entstuende. Deshalb fange ich jetzt mal an:

Amok

Fische in einem kraeftigen Kokonußmilchcurry, der in Bananenblaettern gedaempft und eingewickelt wird

Lok Lak

Rindfleischstreifen in einer braunen Pfeffersauce, serviert mit Reis



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 Betreff des Beitrags: Re: Gerichte, die man in Kambodscha probiert haben sollte
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 20:15 
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Registriert: Do 17. Apr 2008, 19:40
Beiträge: 351
Wohnort: Mae Sot, Thailand (noch)
Vorgestern waren wir in einem reinen Khmer Restaurant, dass die wohlhabenderen Khmers hier bevorzugen. Es gibt dort absolut keine Touristen oder Barangs. Wurde auch deutlich an der Speisekarte (ausschliesslich in khmer) und an den Bedienungen, welche absolut keine Englischkenntnisse hatten. Ausser dem Chef selbst. Und als Fahrzeuge von den Gästen auf dem Parkplatz vorwiegend Lexus und Mercedes S-Klasse.

Wir hatten dann "mündlich" bestellt und das war gar nicht schlecht:

Mangosalat, "scharf" mit Erdnüssen, gegrillte Schweinerippchen sowie Entensuppe. Als Vorspeise gab es Cashews und - echt nix für mich aber auch für meine Thai Frau gewöhnungsbedürftig, da sie es nicht als Vorspeise kennt - Gurken mit Ba-laa (nicht nam bla sondern diese "alte Fisch" Paste. Nicht wirklich für mich :)

Der Mangosalat war absolut empfehlenswert (so gut dass wir gleich noch einen weiteren orderten). Vergleichbar ist er mit Somtam (Thai Pappaya Salat) allerdings ohne Nam Bla; stattdessen mit Soyasauce. Der Salat wurde uns als scharf serviert, allerdings war er es für unsere Begriffe nicht (ich bin allerdings auch die sehr scharfe Thai Küche gewohnt). Für "normale" Barangs wäre er wahrscheinlich als scharf durchgegangen. Ebenso für Khmers selbst. Denn man muss erwähnen, dass Khmers normalerweise absolut nicht scharf essen.

Die Schweinerippchen waren auch extrem gut. Es waren kleine Rippchen, auf dem Holzkohlegrill zubereitet, saftig und zart. Meine Frau erklärte mir, dass dieses zart vom vorhergehenden Einlegen in Milch kommt. Dazu gab es einen Dipp aus kambodschanischem frisch gemahlenem Pfeffer, Zitronensaft, Knoblauch, Salz und Glutamat. Glutamat ist übrigens in der asiatischen Küche ein fester Bestandteil. In Europa ist er auch als Aroma oder Geschmacksverstärker bekannt. Allerdings haben Wissenschaftler gerade herausgefunden, dass Glutamat in Wirklichkeit gar kein Geschmacksverstärker ist, sondern einen eigenen Geschmack mit einem eigenen Rezeptor auf der Zunge darstellt (ich hoffe, ich habe das jetzt so richtig geschrieben :) ).

Die Entensuppe war vom Prinzip her eine Tom Ka mit viel Gemüse und natürlich Ente ;)



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 Betreff des Beitrags: Re: Gerichte, die man in Kambodscha probiert haben sollte
BeitragVerfasst: Mi 20. Aug 2008, 09:38 

Registriert: Mi 20. Aug 2008, 08:14
Beiträge: 18
Nachdem Amok und Lok Lak schon genannt wurden:

Prahok

Fischpaste aus zerstoßenem, gesalzenem und fermentiertem Fisch. Kann zu Fleisch oder als Dip für Gemüse gegessen werden.


   
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gerichte, die man in Kambodscha probiert haben sollte
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 19:12 
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Registriert: Mi 30. Apr 2008, 21:35
Beiträge: 26
Wohnort: überall und nirgendwo
Martin hat geschrieben:
Nachdem Amok und Lok Lak schon genannt wurden:

Prahok

Fischpaste aus zerstoßenem, gesalzenem und fermentiertem Fisch. Kann zu Fleisch oder als Dip für Gemüse gegessen werden.


Nicht so ganz mein Fall. Ist wohlso ähnlich wie die Fisch- oder Krabbenpaste aus Thailand die beim anbraten so grausam riecht, oder? :roll:


   
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gerichte, die man in Kambodscha probiert haben sollte
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 19:50 

Registriert: Mi 20. Aug 2008, 08:14
Beiträge: 18
Da verbinde ich jetzt leider gerade nichts mit. Prahok schmeckt und riecht halt sehr intensiv. Ich fand es aber nicht schlecht.


   
 
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